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Der Nachwuchs glänzt mit 100 % Leidenschaft im Sand

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Am vergangenen Wochenende haben 38 Teams die Nordwestdeutschen Meister im Sand der U13 und U14 in Bad Laer ermittelt. Und der Nachwuchs zeigte bemerkenswerte Leistungen. Vor Jahren wurde noch diskutiert, ob Beachturniere der U13 und U14 wirklich stattfinden sollen? Die Antwort ist ganz klar: Ja, denn unsere Nachwuchstalente zeigten, dass Beachvolleyball zu den attraktivsten Sportarten gehört: Schnelligkeit, Action und spannende Spielpaarungen gab es insgesamt in 74 Spielen.

Ein Wiedersehen von Gruppengegner im Endspiel der weiblichen U13

Positiv wurde der Modus mit den Gruppenspielen in beiden Altersklassen aufgenommen. So bestritt jedes Teams mindestens 3-5 Spiele und war somit bis zum Turnierende im Rennen. Das erste Gruppenspiel in der weiblichen U13 war sogleich auch wieder das Endspiel am Samstagnachmittag. Franca Barke und Caroline Scheer (VT Südharz) holten den Titel vor Greta Mohwinkel und Jette Wahl (SVG Lüneburg) in der weiblichen U13. Beide Teams zeigten schon herausragende Beachtechniken und hatten Varianten im Angriff drauf. Im Spiel um Bronze ging es über drei Sätze. Die Nordwestmeister der U12 in der Halle Veronique Koop und Lina Schoen gewannen gegen das beste Team der Lokalmatatoren mit Maike Hennek und Greta Wellmeyer.  

Der Oldenburger Joke Johanning holt zwei Goldmedaillen

Bei den Jungen holte Joke Johanning in beeindruckender Weise den Titel in der U13 und U14. In der U13 gelang dem Oldenburger Talent dies mit Joey Henkel, in der U14 mit Jannis Freude. Die komplette Medaillensatz ging bei der U13 an den Oldenburger TB. Silber holten Jorit Kramer und Max Mollenhauer vor Lovis Dierken und Thore Lucas.

Auf hohem Spielniveau fanden die Spiele der männlichen U14 am Sonntag auf der Beachanlage im Freibad statt. In drei von vier Gruppen konnten sich die Gruppenköpfe – also die Teams mit der besten Setzposition nicht durchsetzen. So kam es zum vorgezogenen Endspiel im Halbfinale zwischen Freude/Johanning und Laurenz Meyer und Johann Hünecke vom TV Baden. Der angriffsstarke Laurenz Meyer setzte die Akzente im ersten Satz und mit 6:1 wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt. Jannis und Joke kamen besser ins Spiel, aber auch die gute Abwehrarbeit von Johann Hünecke führte zum Satzgewinn mit 15:9 für Baden. Beide besonnenen Trainer fanden gute Worte in der Satzpause und es entwickelte sich ein hochklassiges und spannendes Halbfinale. Joke Johanning als Linkshänder mit vielen Angriffsvarianten und Jannis Freude als schnellster Spieler auf dem Feld übernahmen langsam die Kontrolle über das Spiel und sichereten sich Durchgang zwei und drei. Zu Recht holten sich dann Johann und Laurenz die Bronzemedaille. Lovis Dierken und Matti Renke versuchten im Endspiel Joke und Jannis zu stoppen. Doch zu überlegen und mit dem gewonnenen Selbstvertrauen aus dem Halbfinale ging Gold an Freude/Johanning. Nur die Jungs vom TV Baden konnten den kompletten Medaillenregen des Oldenburger TB „unterbrechen“, sie holten Bronze in der U14.

Ausgeglichene Konkurrenz in der weiblichen U14 – Greta und Maja holen Gold

Die vier stärksten Teams standen bei der weiblichen U14 im Halbfinale. Vom SV Bad Laer gewannen Julia Pelke und Marie Wortmann gegen Alija Heins und Finja Heins (MTV Gamsen) mit 2:0 im ersten Halbfinale. Insbesondere das Finale im zweiten Satz bei einem Spielstand von 14:14 war spannend. Mit 16:14 hatten die Bad Laerer das glücklichere Ende auf ihrer Seite.

Im zweiten Halbfinale hatten Maja Hegge und Greta Schlichter die Mädels Franca Barke und Hanna von Loebenstein vom VT Südharz als Gegner. Die größere Routine von Maja und Greta setzte sich durch. Die Zwillinge Alija und Finja Heins steigerten sich nicht nur im Halbfinale, sondern spielten auch im kleinen Finale befreit auf. Mit 2:0 holten sie Bronze und zeigten im Angriff starke Momente.

Mächtig Stimmung kam beim Finale der U14 weiblich auf. Die Goldmädels Maja Hegge und Greta Schlichter (SV Raspo Lathen) und die Silbermedaillengewinner Julia Pelke und Marie Wortmann vom SV Bad Laer unterhielten die Zuschauer grandios im Endspiel. Insbesondere die sehr guten Zuspielleistungen der vier Mädels faszinierten und eröffneten lange Ballwechsel mit guten Angriffs- und Abwehraktionen. Das Finale aus dem Vorjahr stand nach zwei Sätzen 1:1 und erst im dritten Satz konnten sich Maja und Greta einen größeren Vorsprung erarbeiten. Glänzend auch das Auge der beiden Lathener Spielerinnen, Greta Schlichter packte dann auch einmal den Laura Ludwig Laser aus.

Fazit: Gute Stimmung und ein sportlich faires Miteinander

Gegenseitigen Respekt für tolle Leistungen zollten die Spieler/innen untereinander. Alle waren z.B. beeindruckt von den Jüngsten in der U14 mit Elisa und Olivia Polozun vom MTV Bad Pyrmont, die bereits mit 10 Jahren tollen Beachvolleyball zeigen. Ganz wichtig auch, die Schiedsrichterleistungen wurden weder von den Beachern noch von den Eltern bemängelt und es gab insgesamt zwei Tage lang ein tolles Miteinander. Die Beachvolleyballer sind halt eine große Familie und der Respekt untereinander macht diesen Sport nicht von ungefähr zu den beliebtesten Sportarten bei Olympia, Welt-, Europa-, Deutschen und Landesverbands-meisterschaften.

(c) Stefan Bertelsmann

veröffentlicht am Montag, 21. August 2017 um 14:10; erstellt von Dumke, Aaron
letzte Änderung: 21.08.17 14:10

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