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Nicht in der Saison!

Neue Regeln ab Juli

Die neuen Regeln

Was gilt wo?


DVV-Verbandstag beschließt:
Bundesliga testet 4 Gewinnsätze

(von Klaus Naretz, 6.6.99)

Auf dem DVV-Verbandstag am 4.-6.6.99 in Bad Kreuznach wurde erwartungsgemäß der NVV-Antrag, die alte Zählweise wieder einzuführen, mit großer Mehrheit abgelehnt. Stattdessen wurde beschlossen, daß die Int. Spielregeln in ganz Deutschland gelten und in allen Spielklassen von der Kreisklasse bis zur Regionalliga nach der neuen Zählweise gespielt werden muß. Hintergrund: Die FIVB hat alle Mitgliedsverbände verpflichtet, die neue Zählweise umzusetzen. Allerdings läßt sie für die Saison 1999/2000 für die jeweiligen Spitzenligen Modellversuche zu.

Von der Bundesligaversammlung wurde der Antrag eingebracht, in der Saison 1999/2000 das System „Best of Seven“ (4 Gewinnsätze) zu testen. In der Bundesliga wird befürchtet, daß aufgrund der neuen Zählweise die Spielzeit kürzer wird. Deshalb könnte die Zuschauerzahl zurückgehen, das Sponsoreninteresse nachlassen. Der Wirtschaftsbetrieb Bundesliga sieht sich deshalb in seiner Existenz bedroht. Lediglich die Landesverbände Bayern und Niedersachsen stimmten gegen diesen Antrag, da man sich dort eine einheitliche Spielweise in ganz Deutschland wünschte.

Von den Mitgliedern der FIVB- bzw. CEV-Regelkommision, Alex Mühle und Prof. Dr. Fred Kröger, wurde bestätigt, daß die neue Zählweise international sehr umstritten ist. Es geht hier allerdings lediglich um evtl. zu kurze Spielzeiten. Das Zählsystem „rally-point“ werde auf keinen Fall wieder zurückgenommen, die alte Zählweise also mit Sicherheit nicht wieder eingeführt. Es werden derzeit allerdings zahlreiche Modifikationen diskutiert und getestet. So werden nun also in der Bundesliga 4 Gewinnsätze gespielt - auf daß bei einseitigen und daher langweiligen Spielen ein genauso einseitiger und langweiliger 4. Satz angehängt wird, bei ausgeglichenen und spannenden Spielen (die sind ohnehin lang genug) nun möglicherweise gar zwei weitere Sätze (oder auch mehr - aus einem 3:0 mit knappen Sätzen kann nun durchaus ein 3:4 werden). Der Schreiber dieser Zeilen hält dies für groben Unfug. War nicht der Hauptgrund für die Einführung der neuen Zählweise, die Spielzeit für Zuschauer und Medien kalkulierbarer zu machen?

Bei den Wahlen gab es keine Überraschungen. Präsident Werner von Moltke (Rheinland-Pfalz) wurde ebenso wiedergewählt wie seine Vizepräsidenten Erhard Rubert (Recht - Saarland), Wolf-Dieter Henke (Organisation - Niedersachsen) und Ines Knauerhase (Finanzen - Thüringen). Nachfolger des nicht wieder kandidierenden Vizepräsidenten Sport, Dr. Klaus Helbig (Sachsen) wurde Götz Moser (Berlin).