|
|
|
Neue Zählweise verhindern |
|
(von Joachim Schönrock, TV Vahrendorf und KSRW Harburg - aus ANTENNE 1/99) |
|
|
|
Zur neuen Zählweise ist schon viel gesagt worden und ich will auf diesem Wege weder Argumente gegen diese Neuerung wiederholen noch neue hinzufügen. |
|
Meines Erachtens ist bei der Einführung der Zählweise ein Punkt erreicht, den wir so nicht mehr hinnehmen sollten. Es geht nicht an, daß ständig Regeländerungen von oben diktiert werden, die die Meisten von uns nicht wollen. Da ich aber weder aufhören will mit einer Sache, die mir bisher sehr viel Spaß gemacht hat, noch die Gründung eines neuen Verbandes anstrebe, gibt es meiner Meinung nach nur noch zwei Möglichkeiten. Der falsche Weg wäre, wieder einmal zu sagen - ich kann ja sowieso nichts unternehmen, also machen wir das Beste daraus. |
|
Ich denke, wir können etwas unternehmen! |
|
Unser Verband ist nach demokratischen Strukturen aufgebaut, was letztendlich bedeutet: wir entscheiden was passiert. Argumente wie - der DVV schreibt uns vor was wir machen müssen oder das verstößt gegen unsere Satzung ziehen nicht (auch Satzungen können verändert werden). Da in diesem Jahr der NVV-Verbandstag stattfindet, können wir zumindest auf Landesebene für die nächste Saison die neue Zählweise verhindern. |
|
|
|
Zum Verbandstag am 29. Mai 99 werden von unserem Verein Anträge gestellt, die folgende Punkte enthalten: |
|
1. |
Auf Landesebene wird nach der alten Zählweise gespielt. |
|
2. |
Der NVV tritt an den Bremer Verband heran, um auch in der Oberliga und Regionalliga nach der alten Zählweise zu spielen. |
|
3. |
Der NVV wird beauftragt, auf dem DVV-Verbandstag entsprechende Anträge für den Gesamtbereich des DVV zu stellen. |
|
|
|
Meine Bitte an alle Volleyballer: |
|
- |
Diskutiert das Für und Wider der neuen Zählweise in Euren Vereinen. |
|
- |
Haltet Eure Kreistage rechtzeitig ab (die Delegierten für den Verbandstag müssen 5 Wochen vorher benannt werden). |
|
- |
Kommt mit möglichst allen Euch zustehenden Vertretern zum Verbandstag, um die Entscheidung, wie auch immer sie ausfällt, auf eine breite Basis zu stellen. |
|
- |
Gebt Euren Kreisvertretern für den NVV-Verbandstag ein klares Mandat mit, wie sie zu entscheiden haben. |
|
- |
Fordert Eure Vertreter auf, sich für eine namentliche Abstimmung einzusetzen, damit nachvollziehbar ist, wie die endgültige Entscheidung zustande gekommen ist. |
|
|
|
|
Nur wenn wir eine Entscheidung haben, die von der breiten Masse der Volleyballer und nicht nur von einigen Funktionären bzw. den wenigen Vereinen getragen wird, die den Übergang in höhere Klassen anstreben, können wir verhindern, daß sich Mannschaften aus dem Spielbetrieb zurückziehen bzw. gefrustete Schiedsrichterwarte und Prüfer ihr Amt zur Verfügung stellen. |
|
|